Vier Tage Spitzensport in perfekter Kombination mit Stimmung und Emotionen bot die Working Equitation mit Prüfungen der Klassen L, M und S. Die ersten spannenden Entscheidungen in der Teilprüfung Dressur wurden bereits am Donnerstag ausgetragen.

Dabei hatten die deutschen Reiter des internationalen Starterfeldes die Nase vorn. So setzte sich in der Dressur der Klasse WM zunächst Birte Ostwald mit ihrem Zorro Quinta do Tagus an die Spitze des Feldes. Mihai Maldea, unter anderem dritter der Einzeleuropameisterschaftswertung 2016, folgte Ihr dicht auf den Fersen mit seinen Nachwuchspferden Benjamim und Do-Inca auf den Plätzen zwei und drei.

Die Dressur der Masterclass konnte Gernot Weber mit Aramis für sich entscheiden. Die für Österreich startende Martina Weteschnik mit Bogalho konnte sich an zweiter Stelle platzieren und setzte sich damit zwischen Weber und seinen EM-Mannschaftskollegen des letzten Jahres, Thomas Türmer mit Orlando. In der Nachwuchsprüfung der Klasse L für Jugendliche konnte Lea- Sophie Jell mit Imitado die Konkurrenz hinter sich lassen und sich damit den Sieg in der Teilprüfung Dressur sichern. Diesen Rückenwind nahm die junge Reiterin mit in den Dressur Trail am Freitag und konnte sich auch in dieser Teilwertung über den Sieg mit 69.643 % freuen. Allerdings weniger deutlich als am Vortag, denn mit 69.286 % rangierte sich Lina Schneller mit Weltstern auf den zweiten Platz.

Der Dressur Trail der Klasse WM wurde am Freitag gänzlich von Mihai Maldea dominiert, der sich mit Do-Inca und Benjamim mit einem Sieg und dem zweiten Platz in dieser Prüfung nur selbst schlagen konnte. Über den dritten Platz freute sich die Schweiz, mit Corinne Chmiel und Urpilo. Nachdem Martina Weteschnik sich am Donnerstag noch mit dem zweiten Platz begnügen musste, führte sie das Feld am Freitag mit Bogalho an. Allerdings nicht allein, denn aufgrund des Wertungsgleichstands mit Gernot Weber und seinem Aramis verwiesen beide mit einem Österreichisch-Deutschen Doppelsieg die Konkurrenz mit jeweils erreichten 75.263 % auf die Plätze. Am Samstag ging es dann mit dem Speed Trail der Jugend Klasse WL auch um die Entscheidung der Gesamtwertung in dieser Klasse. Den Speed Trail entschied Elisabeth Aiblinger mit Nimue in der schnellsten Zeit für sich, gefolgt von Lina Schneller und Lea-Sophie Jell. Dieser Sieg in der Teilprüfung Speed Trail machte es letztlich für Elisabeth Aiblinger zwar möglich an Lina Schneller vorbeizuziehen, die den dritten Platz erreichte, allerdings nicht den Sieg in der Gesamtwertung für Lea-Sophie Jell zu gefährden, die sich am Ende bei strahlendem Sonnenschein am Samstagmorgen über den Gesamtsieg in der Klasse WL Jugend freuen durfte.

Aufgrund der in diesem Jahr nicht stattgefundenen Rinderarbeit, die ursprünglich für den Sonntag geplant war, wurden die Speedtrailprüfungen der Klasse WM und WS auf den Sonntag verlegt und damit auch die Entscheidung um den Sieg in der Gesamtwertung der beiden Prüfungen. Grund für die Absage war ein kurzfristig aufgetretener, tierseuchenrelevanter Verdachtsfall in dem rinderhaltenden Zulieferbetrieb. Dieser führte zur amtstierärztlichen Untersagung einer Verbringung der Rinder auf das Gelände der Veranstaltung Pferd International. Eine Ersatzpartie an geeigneten Weiderindern war in der kurzen Zeit nicht mehr zu organisieren. Trotz der Programmänderung gestaltete sich der Samstag nicht minder interessant für die zahlreichen Zuschauer und bot mit einem Dressur- Trail Training der Reiter in den Klassen WM und WS, begleitet von erklärenden und kommentierenden Ausführungen der Trainer einen spezifischen Einblick in den Vielseitigkeitssport Working Equitation.

Am Sonntag wurden dann die Karten nochmal gemischt. Dabei zeigte das Ergebnis des Speed Trails der Klasse WM und auch die Gesamtwertung am Ende nur einen Namen ganz oben auf der Liste: Mihai Maldea. Er entschied mit Do-Inca den Speedtrail und die Gesamtwertung dieser Konkurrenz für sich, wobei er sich selbst auf dem zweiten Rang mit seinem Benjamim folgte. Über den dritten Platz für Deutschland im Speedtrail freute sich Katharina Siebler mit Galileo, gefolgt von Corinne Chmiel und Urpilo, die sich für die Schweiz den vierten Platz sicherte. In der Gesamtwertung der Klasse WM konnte Daphne Lorenz mit Don SF für Österreich den dritten Platz belegen, gefolgt von Rebecca Declara die mit Dorado zusätzlich den vierten Platz für Deutschland erreiten konnte. Darüber hinaus rangierten sich in der Platzierung der Gesamtwertung WM Corinne Chmiel aus der Schweiz und Birte Ostwald, ebenfalls für Deutschland, auf den Plätzen fünf und sechs ein. Waren Mihai Maldeas Ritte in der Klasse WM bereits eine großartige Demonstration der Möglichkeiten der Deutschen Reiter, zeigte sich dies nochmals beeindruckend deutlich in der Rangierung im Speed Trail der Masterclass und der abschließenden Gesamtwertung. Den Sieg im Speed Trail konnte Gernot Weber mit Aramis für sich entscheiden. Ihm folgten auf den Plätzen zwei und drei die Europameisterschafts-Mannschaftskollegen Mitja Hinzpeter und Thomas Türmer, die beide, wie auch Weber, ihre Championatspferde Orlando und Macchiato an den Start gebracht hatten. Diese Rangierung konnte in der Gesamtwertung lediglich von einem zweiten Platz von Martina Weteschnick und ihrem Bogalho leicht verändert werden. Auch in der Gesamtwertung galoppierte Gernot Weber mit dem erfahrenen Aramis in der Ehrenrunde an der Spitze, die Plätze drei und vier gingen an Thomas Türmer und Mitja Hinzpeter. Einmal mehr wurde deutlich, dass die Deutschen Masterclass Reiter in der Lage sind ein gewichtiges Wort bei der bevorstehenden Weltmeisterschaft der Working Equitation im kommenden Jahr mitzureden und man sich ganz sicher auf spannende Wettkämpfe vor heimischer Kulisse freuen darf.

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