Auf den Spuren der großen Reiter: Steigende Besucherzahlen, sportliche Highlights und immer buntere Shows: Die Vorbereitungen für die Pferd International auf der Münchner Olympia-Reitanlage vom 14. bis 17. Mai laufen auf Hochtouren.

Auch heuer wird die größte süddeutsche Freiluftveranstaltung rund ums Pferd wieder auf den seit vielen Jahren erfolgreichen Eckpfeilern Spitzen-Reitsport, Schau und Messe stehen.

Im Rahmen der WDM (World Dressage Masters) gehen wieder die weltbesten Spezialisten dieser Disziplin in der NÜRNBERGER Dressur-Arena an den Start und tragen in München das Finale dieser höchstdotierten Dressurreihe der Welt aus. Schon seit 2009 kämpfen die Topstars im Dressursattel bei der WDM um Punkte und Preisgelder, dafür sind in den letzten Jahren schon zahlreiche prominente Reiter wie Isabell Werth, Ulla Salzgeber, Helen Langehanenberg und Matthias Rath in die Landeshauptstadt gereist. Nur die Besten der Besten dürfen auch in diesem Jahr bei der Endausscheidung in der NÜRNBERGER Dressur-Arena starten.

Nach der erfolgreichen Premiere im letzten Jahr steht auch heuer wieder eine Qualifikation zum Finale des Louisdor Preis auf dem Programm. Diese Serie für acht- bis zehnjährige Nachwuchspferde wird von der Liselott und Klaus Rheinberger Stiftung unterstützt und bietet jungen Vierbeinern den Einstieg in den Grand Prix. Aber auch für den Nachwuchs im Sattel gibt es in Riem eine Attraktion: So dürfen die besten Dressurreiter der Altersklasse 16 bis 25 Jahre bei der WDM NextGen an den Start gehen.

Die NÜRNBERGER Dressur-Arena auf der Münchner Olympia-Reitanlage hat sich in den letzten Jahren zu einem Stadion entwickelt, das es mittlerweile mit den bedeutendsten Reitplätzen Europas aufnehmen kann. Gab es in den Anfangszeiten der Dressurprüfungen für die wenigen Zuschauer noch nicht einmal eine Gastronomie, wartet die Dressur-Arena heute mit einer eigenen Stadt auf. Bewirtungszelte und zahlreiche Aussteller sorgen für die entsprechende Atmosphäre. Natürlich tragen auch die prominenten Reiter mit dazu bei, die sich inzwischen in der Dressur-Arena jährlich der Konkurrenz stellen. Die Qualifikationen zum NÜRNBEGER Burg-Pokal bei Pferd International haben eine jahrzehntelange Tradition und locken jedes Jahr Tausende von Besuchern auf die Anlage. Dabei bildet die Arena stets einen würdigen Rahmen für die jeweiligen Sieger, welche fast alle später im großen Dressursport erfolgreich sind. So siegten dort beim Burg-Pokal unter anderem Victoria Max-Theurer mit Augustin (2007), Anja Plönzke Mit Le Mont d’ Or (2008), Isabell Werth mit Don Johnson (2009) und Dorothee Schneider mit Forward Looking (2010). Seit Austragung der WDM gingen nicht nur vierbeinige Berühmtheiten wie Totilas, Satchmo oder Herzruf’s Erbe dort an den Start, auch die Dotation der Dressur-Wettbewerbe stieg von 43.500 Euro (2005) auf stolze 136.000 Euro. Und andere bunte Vorführungen lockten Tausende von Zuschauern an.

Spannend wird es auch vier Tage lang auf dem Großen Hufeisenplatz mit seiner langen und ehrwürdigen Tradition: Im Rahmen der Olympischen Sommerspiele 1972 ging hier bereits die Weltprominenz im Springsattel an den Start, auch heute noch ist der riesige Platz wegen seinem optimalen Grasbelag und dem historischen Baumbestand in Springreiterkreisen äußerst beliebt. „Im Laufe der letzten Jahrzehnte ist jeder Aktive, der etwas auf sich hält, in Riem schon einmal an den Start gegangen“, sagt Gabi Kühner, die als Turnierleiterin für die Springwettbewerbe verantwortlich zeichnet.

Zum ersten Mal wird die Riemer Veranstaltung heuer als Qualifikationsort für Deutschlands U 25 Springpokal fungieren, bei dem sich Familie Müter und die Stiftung Deutscher Spitzenpferdesport mit ihrem ersten Förderprojekt den Nachwuchs-Springreitern widmet. „Wenn sich die jungen Wilden auf den Spuren ihrer großen Vorbilder im Sattel präsentieren, halten die Zuschauer den Atem an“, ist sich der Geschäftsführer der Hippo GmbH Bernhard Graf von Ballestrem sicher.

Auf dem Springplatz können die Aktiven in drei hochdotierten Prüfungen Weltranglistenpunkte sammeln. Der Große Preis, der traditionell als anspruchsvollste Prüfung am Sonntag Nachmittag als krönender Abschluss auf dem Programm steht, wird wieder in zwei Umläufen ausgetragen, was die Spannung deutlich steigert. Mit einem CSI***, CSI*, der Youngster und der U 25 Tour sowie der Munich Trophy, einer Amateur Tour, wird den Zuschauern an den vier Turniertagen Topsport im Springparcours geboten.

Sportliche Höchstleistungen gibt es am Donnerstag in der Olympia-Reithalle zu sehen, wenn die Voltigierer auf dem Pferderücken eine Kostprobe ihres Könnens geben. Die Akrobaten tragen hier ihre Wettkämpfe aus, die gleichzeitig als Sichtung zur Deutschen Meisterschaft und Jugendmeisterschaft gewertet werden.

Ein internationales Turnier in der Working Equitation, der traditionellen Arbeits-Reitweise, die von der iberischen Halbinsel stammt und sich auch in Deutschland zunehmender Beliebtheit erfreut, wird diesmal an allen vier Tagen ausgetragen. So finden Prüfungen bis zur Kl. S in allen vier Teildisziplinen (Dressur, Trail, Speedtrail und Rinderarbeit) statt. „Wir werden ein Niveau wie bei Championaten haben mit Masters Competition und internationalen Wettbewerben“, sagt Ballestrem, der als Rahmenprogramm auch bunte Shows und Präsentationen rund um die „Worker“ anbietet.

Seit einigen Jahren hat Ballestrem Pferdewirtschaftsmeister Helmut Meidert, mehrfacher bayerischer Meister auf dem Viererzug und einer der erfolgreichsten und erfahrensten Künstler an den Fahrleinen, mit ins Organisationsteam geholt: Bei Pferd International fungiert der „Herr der Kutschen“ auf Herrenchiemsee als Chef des Fahrturniers, das 2011 Premiere feierte und auch heuer wieder mit Wettbewerben für Ein-, Zwei- und Vierspänner aufwartet.

Aber nicht nur ein Fahrturnier mit spannenden Wettbewerben findet im großen Stadion statt, hier treffen sich auch wieder Schauteilnehmer, um mit ihren Künsten das Publikum zu unterhalten. Dabei werden in bewährter Weise zahlreiche Pferderassen präsentiert und so mancher Artist wird die Zuschauer begeistern. Natürlich darf auch die große Verkaufsmesse nicht fehlen, mit über 200 Ausstellern aus dem Konzept der Pferd International kaum wegzudenken.

„An allen Ecken und Enden wird schon seit Monaten überlegt, geplant und besprochen“, sagt Bernhard Graf von Ballestrem, der als Geschäftsführer der veranstaltenden Hippo GmbH die Zügel in der Hand hält.

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