Eine glückliche Isabell Werth fiel nach dem Sieg im Grand Prix, der schwersten Prüfung zum Auftakt der Pferd International in München-Riem ihrem Pferd Bella Rose um den Hals. „Das war ihr erster internationaler Grand-Prix-Start und gleich der Sieg“, jubelte die fünffache Olympiasiegerin über ihre vierbeinige Zukunftshoffnung.

Fantastische 75,298 Prozent genügten der Rheinbergerin, die mit ihrem dreijährigen Sohn Frederic zu Süddeutschlands größter Pferdeveranstaltung nach München gekommen war, zum Sieg.„Bella Rose hat so starke Nerven, da konnte sogar der Zehnerzug an ihr vorbeifahren und sie hat nicht einmal mit der Wimper gezuckt“, freute sich Isabell Werth nach dem Gewinn der goldenen Schleife auf der eleganten westfälischen Fuchsstute. Damit verwies sie den Schweden Patrick Kittel mit Toy Story und Carola Koppelmann aus Warendorf mit Desperado auf die Plätze. Rang 4 erkämpfte sich die Mannschafts-Vizemeisterin der Olympischen Spiele in London, Dorothee Schneider mit Trakehner Hengst Kaiserkult TSF.

Isabell WerthIm Munich Masters, einem Springen der Klasse S*** mit Stechen, das als erste Qualifikation zum Großen Preis ausgeschrieben war, setzte sich Marc Bettinger (Meerbusch) mit Quannan R nach einer rasanten Null-Fehlerrunde in 44,81 Sekunden an die Spitze. Bester Bayer auf Platz 5 war Andreas Brenner aus Taching mit Showman.In einem CSI für junge Pferde trumpfte dagegen eine Starterin aus dem Freistaat groß auf. Jörne Sprehe, ehemalige Europameisterin der Junioren, ging erstmals nach ihrer Babypause wieder bei einem internationalen Turnier an den Start und holte sich in dem Cup für Nachwuchspferde gleich die goldene Schleife.

Mit Luna, einem siebenjährigen Wallach, sauste sie in 65,16 Sekunden fehlerfrei durch den anspruchsvollen Parcours und überzeugte nicht nur Parcourschef Werner Deeg. „Eine tolle Leistung der jungen Amazone, nur wenige Monate nach der Geburt ihrer Tochter“, zeigte sich der Parcoursbauer aus Fürth beeindruckt.Rund 18.000 Besucher strömten am ersten Tag bei herrlichem Wetter zu Pferd International, die neben Dressur- und Springsport auch noch ein Westernturnier, ein buntes Schauprogramm, Fahrwettbewerbe und eine riesige Messe zu bieten hatte.

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